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  • Feinstaub Halle

Feinstaub, Halle


Versuch zur feinstaubbindenden Wirkung von Calciummagnesiumacetat (CMA) gegen Feinstaub in Halle (Saale) vom 15. 09. bis voraussichtlich 10. 10. 2008

 

Nach Untersuchungen des Landesamtes für Umweltschutz besteht in Halle (Saale) an mehreren Standorten die Gefahr der Überschreitung des Grenzwertes für Feinstaub. Betroffen hiervon ist auch weiterhin der Bereich Riebeckplatz/Merseburger Straße. Alle betroffenen Standorte sind von einer hohen Verkehrsdichte gekennzeichnet. Meist kommt eine enge Bebauung verstärkend hinzu. Ein großer Anteil des Feinstaubs entsteht dort durch die Auspuffemissionen und die ständige Wiederaufwirbelung von im Straßenraum abgelagerten Staubpartikeln.

 

Wenn die Gefahr besteht, dass der gesetzlich festgelegte Tagesmittelwert für Feinstaub PM10 von 50 µg/m³ mehr als 35 mal im Kalenderjahr überschritten wird, ist entsprechend § 47  Abs. 2 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes ein Aktionsplan aufzustellen. Im Aktionsplan sind Maßnahmen festzulegen, welche geeignet sein müssen, die Gefahr der Überschreitung zu verringern oder den Überschreitungszeitraum zu verkürzen. Verantwortlich für die Aufstellung von Aktionsplänen ist das Land Sachsen-Anhalt. Die Umsetzung der in Aktionsplänen enthaltenen Maßnahmen erfolgt in Verantwortung der Landkreise und kreisfreien Städte.

 

Ein Aktionsplan besteht in Halle seit dem Jahr 2006. Dieser enthält unter anderem die Maßnahme der regelmäßigen weiträumigen Nassreinigung des seit mehreren Jahren betroffenen Bereichs in der Merseburger Straße. Diese Maßnahme zielt auf die Verminderung des durch die Wiederaufwirbelung entstehenden Feinstaubs. Untersuchungen in anderen Städten (z.B. Berlin und Bremen) haben ergeben, dass diese Maßnahme aber nur eine scheinbare Verbesserung der Feinstaubsituation darstellt. Aus dieser Situation heraus muss nach wirksameren Maßnahmen gesucht werden. Sowohl das Land Sachsen-Anhalt als auch die Stadt Halle nehmen diese Aufgabe sehr ernst. Deshalb wird die Stadt Halle (Saale) vom 15. September bis voraussichtlich 10. Oktober 2008 einen durch das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU) begleiteten Versuch zur Feinstaubbekämpfung mit Calciummagnesiumacetat (CMA) durchführen. Eingesetzt wird das CMA-Produkt ICE & DUST-AWAY, welches für den Versuch auf Initiative eines Bürgers der Stadt Halle (Saale), Herrn Helmut Gobsch durch die RAW Handel und Beratungs GmbH kostenlos bereitgestellt wird. RAW vertritt exklusiv in Deutschland den dänischen CMA-Hersteller NORDISK ALUMINAT A/S und ist seit vielen Monaten im Rahmen einer projektbezogenen Beratung bundesweit in der Thematik Feinstaub tätig.

 

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Entsprechend den Angaben des Herstellers ist ICE & DUST-AWAY eine Lösung von Calcium- und Magnesiumacetat, welche umweltfreundlich als Taumittel im Winterdienst und auch zum Binden von Feinstaub geeignet ist.

 

Bei den umfangreichen Vorbereitungsarbeiten und der Versuchsdurchführung wird die Stadt Halle vom LAU, der Polizeidirektion Halle, der Stadtwirtschaft GmbH Halle, der Halleschen Verkehrs AG und der DEKRA tatkräftig unterstützt.

 

Während des genannten Zeitraums wird das CMA durch die Stadtwirtschaft GmbH Halle alle 48 Stunden jeweils nachts auf der Merseburger Straße (Abschnitt zwischen Riebeckplatz und Kreuzung Pfännerhöhe/Raffineriestraße) auf die Fahrbahn aufgetragen. Die Maßnahme des Aktionsplans „Tempo 30“  besteht während des Versuchs weiter.

Das CMA hat einen leichten Essiggeruch, welcher sowohl von Anwohnern, Autofahrern und Fußgängern wahrgenommen werden kann. Von diesem Essiggeruch gehen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen aus. CMA ruft keine Korrosionsschäden an Fahrzeugen hervor.

Nach dem 10. Oktober 2008 werden durch das LAU für mindestens vier weitere Wochen Vergleichsmessungen durchgeführt. Somit wird der Bericht über den Versuch nicht vor dem Jahresende 2008 vorliegen. Nach Abschluss des Versuchs wird über die Ergebnisse informiert und über die Eignung des CMA zur Feinstaubminderung entschieden.

 

Einsatz von CMA in Halle
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